Bildbearbeitung

Wozu eine Bildbearbeitung?

In letzter Zeit bin ich von vielen Leuten, die gerade mit der Fotografie angefangen haben, darauf angesprochen wurden ob eine Bildbearbeitung am Rechner nötig sei?

Als ich mit der Fotografie angefangen habe, stellte ich mir diese Frage natürlich auch. Da mir aber immer die Zeit und Lust fehlte mich mit diesem Thema auseinander zu setzten, beantwortete sich zu dieser Zeit die Frage mit NEIN.

Doch es dauerte nicht lange das ich mit der digitalen Bildbearbeitung in Kontakt kam und mich dieses Thema nicht mehr los lies. Heut geht kein Foto ohne eine Bildbearbeitung raus.

Um das Thema einmal näher zu erläutern habe ich ein paar Beispiele:

Im unteren Bild ist das Marburger Schloss zu sehen. Links das Bild “Out of Camera“ sprich so wie es von der Speicherkarte geladen wurden. Man kann schnell erkennen, dass es relativ langweilig und trist wirkt. Der Himmel ist blass und farblos und die Burg neutral und unscheinbar.

Burg

Mit Hilfe einer digitalen Nachbearbeitung, in diesem Falle Adobe Lightroom, kann das Bild sichtbar aufgepeppt werden. Der Himmel hat einen markanten Touch und die Burg erstrahlt in sichtlichem Glanz. Es wurde bei diesem Bild nichts verfälscht (wie z.B. der Himmel künstlich eingefügt) sondern nur die vorliegenden Bildinformationen neu aufgebaut. Auch wenn im linken Bild z.B. keine Wolken zu sehen sind, sind sie trotzdem da, sie müssen lediglich dargestellt werden.

Ein weiteres Beispiel ist da folgende Bild. Es handelt sich um eine Serpentine im Anaga Gebirge auf Teneriffa. An diesem Tag war es ziemlich nebelig und die Kamera hat das Bild etwas überlichtet. Dies viel allerdings auf dem Display der Kamera nicht so auf. Als ich zu Hause das Bild entladen habe, hatte ich mich erst geärgert. Als ich allerdings in Lightroom an den entsprechenden Reglern gezogen habe, war ich erstaunt wie viele Details im Bild noch drin stecken.

Kurve

Man kann jetzt schon sehen das Bilder mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogrammes deutlich aufgepeppt werden können. Natürlich ist die Bearbeitung absolute Geschmackssache und unterliegt der Kreativität des Fotografen. Und hier liegt auch der große Nachteil der digitalen Bearbeitung. Es kann schnell vorkommen das Bilder zu krass überarbeitet werden und künstlich oder sogar unecht wirken. Daher muss man immer sehr sensibel mit den Reglern im Programm arbeiten. Oft ist es auch so dass man heute ein Bild bearbeitet und es morgen schon irgendwie wieder komisch wirkt. Dann weiß man dass irgendwas deutlich schief gelaufen ist.

Daher schon mal hier zwei Tipps:

1.   Schlaft ruhig mal eine Nacht drüber und schaut ob euch das Bild am nächsten Tag immer noch gefällt.

2.   Zeigt das Bild euren Freunden. Wie gesagt die Bildbearbeitung ist Geschmackssache aber es ist immer spannend was andere Leute dazu sagen.

Es gibt allerdings noch etwas ganz wichtiges wenn man seine Bild nachbearbeiten möchte:

Fotografiert immer in RAW und nicht in JPEG!!!

Auch wenn das RAW Format einen größeren Speicherplatz benötigt, stecken in diesem Format super viele Bildinfos. Das RAW Bild ist gleich dem Negativ von Bild von früher zu sehen.

Im unteren Bild ist die Altstadt von Bad Münstereifel abgelichtet. Hier wurde eine Langzeitbelichtung in der Nacht geschossen. Da ich immer im M Modus fotografiere und den Weißabgleich auf Auto stehen habe passt die Kamera den Weißabgleich manuell an.

Wer jetzt nur Bahnhof versteht, keine Sorge ich werde Themen wie Weißabgleich oder sonstige Dinge in kommenden Blog Einträgen noch näher erläutern.

BME

Wie gesagt der Weißabgleich wurde automatisch gewählt. Die Kamera hat ihn so gewählt das dass Bild ziemlich orange wirkt und die Wände nicht mehr weiß sondern orange sind. Doch hier kommt der große Vorteil des RAW Formates zum Einsatz. Man kann in diesem Fall den Weißabgleich nachträglich im Bildbearbeitungsprogramm ändern.

Natürlich stecken in der digitalen Bildbearbeitung noch mehr Potential als in den drei Beispielen gezeigt doch es sollte ja auch nur die Möglichkeiten aufgezeigt werden, wozu eine Bearbeitung am Rechner nützlich sein kann.

Wenn euch der Artikel gefallen hat gibt gerne den Daumen nach oben und teilt es gerne mit euren Freuden und Bekannten.

Als nächste werde ich mich etwas mit den Grundlagen des fotografieren beschäftigen, wie z.B. Was ist Blende, ISO, Verschlusszeit, etc.!

Also schaut gerne wieder rein und viel Spaß bei fotografieren.

Euer Dominik

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